Wichtige Informationen für Angehörige der Risikogruppe

Wenn ihr zu der sog. „Risikogruppe für schwere Verläufe“ gehört und demnach besonders durch eine Infektion von COVID-19 gefährdet seid, möchten wir euch bitten, nicht einfach zum Training zu kommen, sondern zuvor einmal kurz mit dem Vorstand Kontakt aufzunehmen. Dann können wir gemeinsam entscheiden, ob eine Teilnahme sinnvoll und umsetzbar ist.

Doch bevor wir zu den Details kommen: Wer ist diese Riskogruppe?
Wir folgen in diesem Punkt der Definition des Robert-Koch-Instituts.
Wir möchten euch bitten, selbst diesem Link zu folgen – der springt direkt an die richtige Stelle –, um sicherzustellen, dass ihr eine aktuelle Übersicht erhaltet.

Doch um euch noch ein wenig die Hintergründe zu erläutern:
Es gibt – durch den Gesetzgeber, die Dachverbände und angeschlossene Verbände wie den Deutschen Olympischen Sportbund – viele grundlegende Vorgaben an die Vereine. Das umfasst auch den besonderen Schutz der primären Risikogruppe.
Die Verantwortung in diesen Fällen wird ebenso wie die genaue Form der Umsetzung vom Gesetzgeber wie auch von den Dachverbänden schlussendlich bei den Vereinen gesehen, sodass auch wir als Vorstand sowie die jeweiligen Trainingsleiter (rechtlich wie moralisch) dafür die Verantwortung übernehmen müssen.
Unterschiedliche Dachverbände machen unterschiedliche Vorschläge zum Umgang mit der Situation, aber viele davon – Individualtraining beispielsweise – liegen außerhalb dessen, was wir leisten können.

Zugleich ist die Definition der Risikogruppe (Stand 04.09.2020) jedoch inzwischen so breit geworden, dass wir darüber auch kein pauschales Urteil fällen können, sondern mit euch gemeinsam nach einer Lösung schauen möchten.
Bei jeder dieser Einzelfall-Entscheidungen gilt es, am Ende mehrere Aspekte gegeneinander abzuwägen. Der Wert sportlicher Betätigung und wenigstens eingeschränkter Sozialkontakte ist unbestritten und die mögliche Selbstgefährdung des Teilnehmers liegt letztlich in seiner eigenen Verantwortung – doch es geht auch um mögliche Konsequenzen für den Verein (Dachverbandsausschluss, Platzverweise durch den Sportstättebetreiber) und eben eine Verantwortung auf Seiten der Trainer an jedem individuellen Tag.

Wir möchten so vielen von euch wie möglich und für uns vertretbar die Teilnahme am Vereinstraining wieder zugänglich machen und wir denken, dass wir in den meisten Fällen recht einfach herausfinden werden, wie das möglich sein wird.
Sollten wir jedoch in einem spezifischen Fall vorerst zu dem Ergebnis kommen, dass wir es nicht verantworten können, bitten wir um euer Verständnis. Es geht uns weder um Machtausübung noch darum, einzelne Mitglieder ungleich zu behandeln. Es geht darum, in unserer als Vorstand bestehenden Sorgfalts- und Fürsorgepflicht die Teilnehmer, aber auch den Verein als Einrichtung und schlussendlich auch das vollständig ehrenamtlich agierenden Trainingspersonal zu schützen. Gesundheitlich und rechtlich.

Es ist – auch für uns als Vorstand – weiterhin ein schwieriges Jahr und wir tun, was wir können, um euch nach bestem Gewissen durch den Verein wenigstens ein wenig Normalität zurückgeben zu können.

Wie immer sind wir für sachliche Kritik, Verbesserungsvorschläge und generelles Feedback – gerade von Betroffenen der Risikogruppen – jederzeit offen.